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Ansteckende Spielfreude und brillante schauspielerische Leistungen im Musical „My Fair Lady“ bei den Eutiner Festspielen

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von Katrin Dürwald „My Fair Lady“ hat sich seit der Uraufführung am 6. Juli zum absoluten Publikumsliebling entwickelt. Lobende Kritiken und Bombenwetter sorgten dafür, dass die Eutiner Festspiele zusätzliche Spieltermine ansetzten, um dem großen Zuschauerinteresse entgegenzukommen. Auch am vergangenen Sonnabend waren die Plätze auf der Freilichtbühne des Schlossparks wieder restlos ausverkauft. Doch dieses Mal war etwas anders als bei den vorherigen Vorführungen: Die Unverlässlichkeit des Holsteiner Wetters war zurück. Die Ränge der Tribüne schillerten in den bunten Farben von Regencapes und -Jacken, erfahrene Besucher trugen Regenhosen, andere hatten sich Müllsäcke um die Beine geschlungen, die Sitze wurden mit mitgebrachten Handtüchern getrocknet, Thermounterlagen herausgekramt – es dauerte etwas länger, bis sich die Gäste in den Rängen häuslich eingerichtet hatten. Die Spielleitung hatte das Regenradar studiert und den Beginn der Vorstellung um eine halbe Stunde nach hinten...

Hier haben nicht nur Mädels Spaß – Heiße Zeiten – Die Wechseljahre-Revue

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von Katrin Dürwald Als vier als Stewardessen verkleidete Männer in blaugelbem Kostüm und blonder Prinz Eisenherz-Perücke die Bühne betreten, habe ich ein Déjà-vu: habe ich das Stück schon einmal gesehen? – Das Gefühl habe ich auch noch bei einigen Songs, aber das Stück läuft seit 2011 so erfolgreich im St. Pauli Theater, dass es mir auch aus dem Fernsehen oder aus Erzählungen von Freunden bekannt sein könnte. Die Handlung spielt im Terminal des Frankfurter Flughafens, an dem die Karrierefrau (Jutta Habicht), die Vornehme (Laura Leyh), die Junge (Susanne Hayo) und die Hausfrau (Sabine Urig) aufeinandertreffen. Beim Durchschreiten der Sicherheitsschranke erscheint für jede der Frauen ein Kurzprofil auf dem Abflugmonitor, das neben ihrem Alter, Beruf und Familienstand jeweils auch beinhaltet, wann sie das letzte Mal Sex hatte. Allein das liefert bereits die ersten Lacher: die Karrierefrau gestern, die Junge nach Ovulationskalender, die Vornehme jedenfalls nicht gestern oder vorgest...

Veel Spaas bi „Hallo Dolly“ in’t Ohnsorg!

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von Katrin Dürwald Mit dieser Inszenierung ist Regisseur Frank Thannhäuser etwas ganz Großes gelungen: Lebendiges Platt, 60er Jahre Broadway-Stimmung, tolle Tanzeinlagen und mitreißende Gesangsnummern sorgen für anhaltenden Jubel beim Publikum. "Hallo Dolly" liebevolle gemachtes Muscial auf Broadway-Niveau (Quelle: https://www.ohnsorg.de) Das Ohnsorg-Theater ist so kuschelig konzipiert, dass man getrost auch günstigere Karten nehmen kann. Dann sitzt man zwar den Schauspielern nicht auf dem Schoß, aber man hat trotzdem gute Sicht bei Wohnzimmeratmosphäre. Gerade nun vor mir sitzt ein alter Herr, der die gesamte Sitzreihe um einen halben Kopf überragt, dabei sah er stehend gar nicht so groß aus. Bevor ich mich darüber ärgern kann, dreht sich der Herr um und fragt mich, ob ich was sehen kann! – Ich bin zu überrumpelt um abzuwiegeln und sage ihm, es werde schon gehen. Da zieht er ein dickes rotes Sitzkissen unter seinem Hintern hervor, sackt nach unten ab und lacht. ...